Mitarbeiter bearbeitet das Klimagerät

Klimageräte entsorgen? Die korrekte Rückgabe schont die Umwelt beträchtlich

 |  Elektroschrott
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Thommen zählt zu den Vorreitern bei der professionellen Zerlegung von Kühl-, Gefrier- und Klimageräten und dem Recyceln der einzelnen Komponenten. Jedes Gerät, das fachgerecht entsorgt wird, reduziert die Umweltbelastung. Mit Recycling-Anlagen auf dem neuesten Stand können wir Schadstoffe korrekt entsorgen und Wertstoffe zurück in den Kreislauf führen. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie diese Wertstoffrückgewinnung aus Klimageräten und -anlagen funktioniert.

Das Klima in der Schweiz verändert sich stetig. Dies ist nichts aussergewöhnliches, denn natürliche Schwankungen sind völlig normal. «Gewisse Änderungen seit der Industrialisierung können aber nur als Folge der steigenden Treibhausgasemissionen erklärt werden. So ist die Jahresdurchschnittstemperatur seit 1864 um rund 2°C (Stand 2020) angestiegen, zum grössten Teil in den letzten Jahrzehnten», schreibt das Bundesamt für Metrologie und Klimatologie MeteoSchweiz in einer Mitteilung.

Und die Erwärmung setzt sich in Zukunft weiter fort – die Sommerzeiten werden immer trockener. Thommen setzt sich durch die fachgerechte Entsorgung verschiedenster Materialien und durch die Rückgewinnung wichtiger Wertstoffe aktiv für den Klimaschutz ein.

Die Thommen Group verarbeitet die meisten Klimageräte und Kühlgeräte in der Schweiz

Auch in der Schweiz wird es immer wärmer. Der Klimawandel hat Auswirkungen auf den Absatz und damit auf das Recycling von Klimageräten. In den Haushalten werden mehr Geräte eingesetzt wie zum Beispiel Getränkekühlschränke, mobile Kühlgeräte, etc.

Viele Menschen regulieren mit ihrer Hilfe die Temperatur in Innenräumen, zum Beispiel zu Hause oder am Arbeitsplatz. Sind diese Geräte defekt oder werden erneuert, müssen die alten Klimageräte entsorgt und recycelt werden. «Von Jahr zu Jahr nimmt die Menge an Klimageräten zu, die bei uns von Sammelstellen, Händler:innen und Privatpersonen für das Recycling angeliefert werden», sagt Nicolas Huber, Verfahrens- und Projektingenieur bei der Immark AG.

Immark mit Sitz in Regensdorf/ZH ist marktführend im Bereich der Wiederverwertung und Entsorgung von Elektroschrott in der Schweiz. Immark gehört seit 2010 als Schwesterbetrieb von Thommen zur Thommen Group. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Ressourcen geschont und neue gewonnen werden.

Dank der vorgezogenen Recyclinggebühr (vRG) können ausgediente Geräte kostenlos an allen Standorten von Thommen sowie bei den Händler:innen abgegeben werden.

Die Klimageräte und Kühlgeräte werden dann zu Immark nach Regensdorf/ZH, Schattdorf/UR oder zur Kühlteg AG in Rothrist/AG zur Verarbeitung weitergeleitet. Zu den Kühlgeräten zählen neuerdings auch Haushaltsgeräte wie Tumbler, und Geschirrspüler: Diese werden mit Kühlkompressoren ausgestattet, damit Energie gespart wird. Das ist gut für den Energieverbrauch, erfordert jedoch einen speziellen Entsorgungsprozess. 

Zwar dürfen die ozonschädigenden Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) seit 1995 nicht mehr in der Produktion verwendet werden, doch es sind noch immer Geräte mit diesen Stoffen im Umlauf. Ihre Nachfolger, die Fluorkohlenwasserstoffe (FKW), sind zwar unschädlich fürs Ozon, nicht aber fürs Klima, denn auch sie können dessen Erwärmung begünstigen. Deshalb müssen beide Kältemittel aufgrund gesetzlicher Rahmenbedingungen und im Interesse des Klimaschutzes fachgerecht entsorgt werden. Zur Medienmitteilung von Immark. 

 

Klimageräte und Kühlgeräte: Neue Verarbeitungsanlage

Am Standort in Regensdorf/ZH hat Immark 2020 eine neue Recycling-Anlage speziell für die Verarbeitung von Klimageräten und Kühlgeräten ohne Isolationsschäume in Betrieb genommen. Mit dieser Anlage werden die Kältemittel, also die Gase, von den Geräten abgesaugt und Öle von den Kompressoren abgelassen. Durch dieses Verfahren mit der neuen Anlage werden Öle und Gase sauber separiert. Die Gase werden in einem geschlossenen System aufgefangen, verflüssigt und anschliessend in einem Hochtemperaturofen umweltgerecht vernichtet.

Das heisst: Mit diesem Verfahren wird das Gas unschädlich gemacht. Die Öle gehen anschliessend in die Altöl-Aufbereitung. Am Standort in Schattdorf/UR und Rothrist/AG werden weiterhin Geräte mit Isolationsschäumen verarbeitet.

Nicolas Huber, Verfahrens- und Projektingenieur bei der Immark AG, erklärt die neue Verarbeitungsanlage für Klimageräte:

Recycling: Umwelt wird geschont, Wertstoffe werden gewonnen

Die korrekte Entsorgung und die anschliessende Verarbeitung von Elektroschrott ist wichtig – Vor allem dann, wenn es um Klimageräte und Kühlgeräte geht: Pro Klimagerät werden im Schnitt rund 300 Gramm FKW freigesetzt. Jedes Gerät, das fachgerecht entsorgt wird, bewahrt die Umwelt vor Treibhausgasemissionen im Gegenwert von einer halben Tonne CO2-Äquivalent (Quelle: Bundesamt für Umwelt).

Das bedeutet: Schon mit vier korrekt recycelten Klimageräten werden so viel Treibhausgase eingespart, wie heute eine Person in der Schweiz pro Jahr durch die Mobilität verursacht. Aber auch für die Wiedergewinnung von Rohstoffen ist der Verarbeitungsprozess wichtig: Bevor die Gase aus den Geräten gesaugt werden, kümmern sich die Mitarbeitenden von Immark um die Demontage der Geräte: Per Handarbeit werden die Geräte zerlegt. Daraus können wertvolle Rohstoffe wie Aluminium, Kupfer, Eisen und Kunststoff gewonnen werden.

Diese Materialien werden von Thommen zurück in den Recycling-Kreislauf geführt, was wiederum Umwelt-Ressourcen schont. Bei uns können Sie Klimageräte, Klimaanlagen, Kühlgeräte weitere Kategorien von Elektroschrott entsorgen und kostenlos abgeben.

Wir nehmen an allen Standorten Klimageräte an