Nichteisenmetalle: Thommen verarbeitet die Rohstoffe nachhaltig

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Die Aufbereitung und der Handel von Nichteisenmetallen gehört zu den Kernkompetenzen von Thommen. Aber: Wie unterscheiden sich Nichteisenmetalle und Eisen? Und wie verarbeitet Thommen die Rohstoffe, damit sie ohne Qualitätsverlust eingeschmolzen und in den Recycling-Kreislauf zurückgeführt werden können? Alles was Sie über das Recycling von Nichteisenmetallen wissen müssen, haben wir für Sie in diesem Blogbeitrag kompakt zusammengefasst.

Im Blogbeitrag vom März 2021 haben wir darüber berichtet, welche Materialien zum Eisenschrott gehören (und die Sie bei Thommen entsorgen können). In diesem Beitrag stehen die sogenannten «NE-Metalle» im Zentrum – sprich die Nichteisenmetalle.

Was wird als Nichteisenmetall bezeichnet?

Sie müssen Nichteisenmetalle entsorgen, sind sich aber nicht sicher, was alles zu Nichteisenmetallen gehört? Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen zusammengestellt:

Im Gegensatz zu Eisen lassen sich Nichteisenmetalle in der Regel nicht magnetisch anziehen. Zu Nichteisenmetallen gehören Metalle und Legierungen, die kein Eisen beinhalten oder bei denen Eisen nicht als Hauptbestandteil verwendet wurde. Unter "legieren" versteht man das Zusammenschmelzen von mehreren Metallen. Durch eine Legierung können die Eigenschaften eines Materials optimiert werden. Wir unterscheiden drei Kategorien von Nichteisenmetallen: Schwermetalle, Leichtmetalle und Legierungen.
 

Nichteisenmetalle begleiten uns im Alltag, sei es zu Hause, unterwegs, am Arbeitsplatz und natürlich in grossen Mengen in der Industrie. Klassische Beispiele für Nichteisenmetalle sind Aluminium, Kupfer, Nickel oder Zink. Aber auch Edelstahl zählen wir zu den NE-Metallen. Edelstahle bestehen zum grössten Teil zwar aus Eisen, viele davon sind jedoch mit Chrom und Nickel legiert. Da der Wert eines Edelstahls vorwiegend von den enthaltenen Legierungselementen und nicht vom Eisen abhängt, ordnen wir sie ebenfalls den Nichteisenmetallen zu.

Ein paar Beispiele:

Aluminium ist ein silberglänzendes Metall mit geringer Dichte. Das reine Metall ist weich und hat eine hohe mechanische Festigkeit. Aluminium ist somit gut verformbar und wird durch walzen, pressen, schmieden und ziehen zu vorgefertigtem Rohmaterial verarbeitet.

Aluminium ist neben Eisen und Stahl das meistverwendete Gebrauchsmetall und wird aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften in den meisten Industriezweigen eingesetzt; Von der Bauwirtschaft über die Automobilindustrie bis hin zur Verpackungsindustrie. Auch zu Hause begegnen wir Aluminium in Form von Fensterläden, Dachrinnen, Gartenmöbel oder der allseits bekannten Alufolie praktisch täglich.

Wegen Umweltauflagen und hohen Energiekosten zur Herstellung von Primäraluminium wird die Rückgewinnung von Aluminium aus Schrotten immer bedeutender.

Kupfer ist ein hellrotes Metall, besitzt eine gute Formbarkeit und eine hervorragende elektrische und thermische Leitfähigkeit. Kupfer zählt zudem zu den ältesten bekannten Metallen der Welt.

Es wird vorwiegend in der Elektro- und elektronischen Industrie eingesetzt. So besteht der Leiter eines Stromkabels in der Regel aus Kupfer. Aufgrund seiner aussergewöhnlichen Eigenschaften findet es aber auch Verwendung in der Bauindustrie, im Transportwesen, im Maschinenbau und in der Münzherstellung.

Kupfer kann ohne Qualitätseinbusse beliebig oft recycelt werden. Der Energieaufwand für das Einschmelzen von Kupferabfällen entspricht nur einem Bruchteil dessen, was für die Metallgewinnung aus Konzentraten erforderlich ist.

Auch in der kommenden Elektrifizierung des Transportwesens wird Kupfer eine bedeutende Rolle beigemessen. So enthält ein Elektrofahrzeug fast dreimal so viel Kupfer wie ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.

Kupfer-Nickel-Legierungen werden unter anderem auch bei der Herstellung von Münzen verwendet. Der «Fünflieber» beispielsweise besteht aus 75% Kupfer und 25% Nickel.

Kupfer-Nickel-Legierungen haben interessante Eigenschaften, welche für die erfolgreiche Verwendung in der Münzprägung entscheidend sind. Sie sind einerseits korrosionsbeständig und aufgrund ihrer hohen Festigkeit auch bei Dauerbeanspruchung lange haltbar. Gleichzeitig bleiben Kupfer-Nickel-Legierungen gut formbar, ermöglichen somit eine einfache Stempelung und weisen ein geringes Allergierisiko auf.

Das enthaltene Kupfer verleiht der Legierung zudem antibakterielle Eigenschaften, während Nickel die Farbe entscheidend beeinflusst und der Legierung einen hohen Glanz und Reinheit verleiht.

Blei ist ein weiches und dunkelgrau-mattes Metall. Es ist resistent gegen viele Säuren, besitzt eine geringe thermische und elektrische Leitfähigkeit und weist eine relativ hohe Undurchlässigkeit für Strahlung auf. Darüber hinaus ist Blei toxisch.

Blei ist eines der weichsten Metalle mit geringer Elastizität und grosser Dehnbarkeit. Haupteinsatzgebiet von Blei ist die Akkumulatorenfabrikation (Akkus und Batterien). Daneben wird Blei auch für Bleiverbindungen eingesetzt.

Nichteisenmetall recyceln: Thommen ist Ihr Spezialist

Thommen sammelt und verarbeitet unter anderem die Schwermetalle Kupfer, Blei, Zinn und Zink, die Leichtmetalle Aluminium, Titan und Magnesium sowie Legierungen wie Messing, Bronze und viele mehr. Wir sind spezialisiert auf die Verarbeitung von Nichteisenmetallen, nehmen Ihre Rohstoffe entgegen, auch wenn diese durch andere Materialien verunreinigt sind, und verarbeiten sie fachgerecht.

Aus Qualitätsgründen werden gewisse Prozesse von Hand vorgenommen. Je nach Qualität werden die Werkstoffe unterschiedlich aufbereitet. Nur so kann sichergestellt werden, dass die wertvollen Rohstoffe ohne Qualitätsverluste eingeschmolzen und erneut dem Kreislauf zugeführt werden können. Das Recycling hat positive Auswirkungen: Das Material kann weiter verwertet werden, Neues kann daraus entstehen.

Durch das Recycling wird die Umwelt geschont – Erze müssen im Ausland somit nicht neu abgebaut werden, denn die Gewinnung und Verarbeitung verursachen hohe Schadstoffe.

Video: Impressionen von der Nichteisenmetall-Verarbeitung

Im folgenden Video geben Ihnen Jürg Bischofberger und Pedro Viana von der METALLUM Metal Trading AG einen Einblick in den Bereich Nichteisenmetall und in die Verarbeitung:

Vergütung beim Abgeben von Nichteisenmetallen

Nichteisenmetalle werden aufgrund Ihres Materialwertes in der Regel vergütet und die Preise können je nach Metall und Qualität stark variieren. Der Wert für NE-Schrotte hängt dabei stark von den Preisen der jeweiligen Metalle an den Warenterminbörsen wie der London Metal Exchange (LME) ab und kann sich aufgrund des Börsenhandels auch innerhalb eines Tages stark verändern.

Internationaler Handel und Risikoabsicherung

Das internationale Handelsgeschäft sowie die Vermarktung von Nichteisenmetallen erfolgt durch METALLUM Metal Trading AG. Über die METALLUM Metal Brokers AG bieten wir unseren Geschäftspartner*innen die Möglichkeit, ihre Metallrisiken gegen mögliche Kursschwankungen abzusichern. Beide Firmen sind Schwesterbetriebe von Thommen und haben ihren Sitz am Standort Regensdorf.

Folgende Standorte von Thommen nehmen Nichteisenmetalle entgegen:

Sie können an allen zehn Standorten von Thommen Nichteisenmetalle abgeben.